MD, HF und FF - Die Dosierungsbereiche mit Ibogain

Du hast vielleicht schon die ein oder andere Website über Ibogain besucht und bist dabei auf Begriffe wie Mikrodosing (MD), Half-Flood (HF) oder Full-Flood (HF) gestoßen. Du hast vielleicht auch schon festgestellt das auf den Iboga-Produkten keine Einnahmeempfehlungen draufstehen. Und vielleicht hast du auf der Suche nach verlässlichen Dosierungsanleitungen völlig neue Frustrationslevel entdeckt. Kein Problem. Erstens geht es dir dann wie den meisten von uns (einige wenige glückliche wurden von Anfang an von einem erfahrenen Iboga-Reisenden eingewiesen). Zweitens findest du hier (fast) alle Antworten die du brauchst.





























Für viele der Einstieg, ist die niedrigstdosierte Einnahme von Iboga, das so genannte Mikrodosing. MD erfolgt typischerweise regelmäßig (z.B. täglich oder wöchentlich) und in Dosierungsbereichen unter 1g Wurzelextrakt. Manche gehen bis 2 oder sogar 3g aber das war es dann auch. 1g Wurzelrindenextrakt (da müsste man sich auch einmal eine gescheite Abkürzung einfallen lassen. ICh schlage RBE vor für Rootbark extract) entspricht nach der 6% Regel 60mg Ibogain plus nochmal die gleiche Menge für die restlichen Alkaloide. Der typische MD-Anwender operiert aber häufig mit einer Kapsel pro Tag - das entspricht dann 18mg Ibogain. Die Vorteile dieses Dosierungsbereichs liegen auf der Hand:

Sanftes Herantasten an die Iboga-Wirkung, kein Risiko für größere Nebenwirkungen, (fast) keine WW mit Medikamenten. Die Effekte sind natürlich eher moderat und spielen sich häufig unterbewusst ab. Visionen oder Klarträume sind hier definitiv nicht zu erwarten. Viele berichten über subtile Veränderungen in ihrer Selbstwahrnehmung, luzideres Träumen, emotionale Reaktionen, eine veränderte Außenwahrnehmung durch Familienmitglieder oder Freunde, klareres Denken, mehr Energie oder geringeres Verlangen nach Alltags-Suchtsubstanzen (Nikotin, Zucker, etc.). Obwohl sich bereits viele Anwender, die vor allem aus spirituellen, esoterischen oder psychischen Beweggründen mit Iboga begonnen haben, mit diesen Effekten vollkommen zufrieden sind, ist es dennoch sehr weit vom ursprünglichen, schamanischen Gebrauch der Pflanze entfernt. Hier werden völlig andere Dosiserungslevel verwendet.

Die traditionell nächsthöhere Ausbaustufe ist die Half-Flood. Damit beschreibt man einen Zustand der bereits einige der Qualitäten aufweist, die standardmäßig in der Höchstdosis erlebt werden. Dazu zählen oneirogene (traumerzeugende) Effekte, wie Visionen, Klarträume oder Gespräche mit anderen Seelen. Die Intensität ist dabei niedriger als in einer Full-Flood, der Reisende kann sich leichter aus all diesen Dingen ausklinken, die Sèance dauert deutlich kürzer und außerkörperliche Erfahrungen treten so gut wie nie auf. Der Vorteil gegenüber dem MD: Die volle Macht des Iboga wird besser erfahrbar - nicht nur subtil über Wochen und Monate, sondern innerhalb von Stunden. Der Vorteil gegenüber einer Full-Flood: Man ist dem Iboga nicht in dem Maß "ausgeliefert", die Nebenwirkungen fallen geringer aus, die oneirogene Phase ist kürzer (häufig 2-4h) und die Erholungsphase ist deutlich kürzer (1 Tag statt 3-5 Tage) Eine HF wird üblicherweise nicht mehr mit Wurzelrindenextrakt durchgeführt sondern mit TA. Die Dosierung bewegt sich hier bei maximal 30mg TA pro Kilogramm Körpergewicht (mg/kg KG). Eine 50kg schwere Person bräuchte hier also ggf. 1,5g TA. Übrigens: Mit Wurzelrindenextrakt wären das bereit 15g oder 50 Kapseln... da wird es bei der Einnahme einfach unpraktisch.

Die maximale Ausbaustufe und das volle Iboga-Erlebnis (und damit die Effekte die während der ursprünglichen und traditionellen schamanischen Rituale der Bwiti erzielt werden) bekommst du in der Full-Flood. Hier werden sehr hohe, teils maximale, Dosen von Ibogain verabreicht. Die Effekte sind unglaublich intensiv, dauern deutlich länger (im Mittel 6-8h) und werden jenseits dessen liegen was du bisher für vorstellbar gehalten hast. Hier wird ausschließlich mit TA oder HCl gearbeitet (Ich selbst bevorzuge HCl aus verschiedenen Gründen, aber das ist viellicht Thema eines anderen Blogeintrags). Die oneirogenen Effekte sind maximal ausgeprägt. Der klassische "Lebensfilm" kann auftreten, außerkörperliche Erfahrungen, Astralreisen, Gespräche mit Verstorbenen und Engeln und vieles mehr. Vielleicht auch Gespräche mit "Gott". Oder deinem Gehirn. Oder, oder, oder. Das Thema FF wird definitiv einen Artikel nach sich ziehen, da die Dinge die hier passieren in wenigen Sätzen nicht zu bschreiben sind. Nichts desto trotz, die FF birgt auch zahlreiche Nachteile und Risiken. Nebenwirkungen treten hier immer auf. Nicht unbedingt alle gleichzeitig und gleich stark ausgeprägt, aber sie treten auf. Zudem müssen bestimmte medizinische Voraussetzungen erfüllt sein um ein sicheres Erlebnis zu gewährleisten. Die allermeisten Todesfälle durch Ibogain die bekannt geworden sind waren die direkte Folge entsprechender Vorerkrankungen - die entweder nicht untersucht oder ignoriert wurde. Übrigens: die restlichen Todesfälle waren die Folge von Mischkonsum (Ibogain plus weitere Psychoaktive Substanzen = PAS). Mit HCl geht die Dosierung bis 25mg/kg KG, mit TA bis zu 50mg/kg KG. Sollte jetzt doch eine glückliche Person vor einem ausgereiften Iboga-Baum sitzen und sich überlegen damit jetzt eine FF zu starten: Das entspräche jetzt 500mg/kg der abgeschälten Wurzelrinde. Bei unserer Beispielperson von oben wären damit 25-30g Späne fällig. Wohl bekomms.

Abschließend noch ein Hinweis zu Dosierungstabllen die in diversen YouTube-Videos und Chat-Groups kursieren. Die gehen sowohl bei HF als auch FF über die bereits genannten Zahlen hinaus:


(Entnommen aus "Iboga: Mysthisches Entheogen und traditionalle Pflanzenmedizin aus Afrika"

von Eudaimon)

Diese Dosierungen gehen zum Teil über ads hinaus was aus medizinischer Sicht als sicher bewertet werden kann. Ich habe diesbezüglich auch Gespräche mit anderen Ärzten geführt, die Ibogain-FF seit langen Jahren einsetzen. Die Schallmauer jenseits derer das Auftreten neurologischer Schäden möglich ist liegt bei 25mg/kg KG reinem Ibogain. Das kann jetzt jede(r) mit dem neu erworbenen Wissen in Wurzelrindenextrakt und TA umrechnen.

Und, vergiss eins nicht: Mit Ibogain zu arbeiten ist ein hochindividueller Prozess, und genauso individuell sind auch die Dosierungen. Zwei Beispiele: Manche sind mit 100mg Wurzelrindenextrak im MD zufrieden, während andere 2g benötigen. Die Dosis schwankt hier also um das 20 fache!

Auch in der FF reist die einer Person mit 10mg/kg HCl bereits zu den Sternen, während eine andere Person erst bei 25mg/kg abhebt. Dosisvarianz: 150%. Also...

... taste dich immer von unten in deinen Dosierungsbereich rein (MD, HF, FF) und leg auf Bedarf eine Schippe drauf. Gleich mit der Maximaldosis in jedem Bereich zu starten ist nicht zielführend, beraubt dich der wunderschönen Erfahrung Ibogain in all seinen Facetten kennenzulernen und birgt gerade in der FF teils erhebliche Risiken.


Ich wünsche eine gute Reise,


LG, Doc Flo



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